Wie bringen wir den Klimaschutz nach Hause?

Erdgas ist der beliebteste Energieträger im Wärmemarkt

Wir fangen im Heizungskeller an.

ERDGAS ist und bleibt die Nummer Eins im Wärmemarkt. Die Hälfte aller deutschen Haushalte heizt mit Gas. Es gibt allerdings einen großen technischen Aufholbedarf. In deutschen Heizungskellern schlummern riesige Energiesparpotenziale, denn rund 85 Prozent des Energieverbrauchs in privaten Haushalten entfallen auf Heizen und Warmwasser. Doch von den über 20 Millionen Heizungsanlagen ist nur ein Viertel auf dem technisch neuesten Stand.

Und die restlichen drei Viertel? Die sind hoffnungslos veraltet. Würde man die alten Kessel gegen neue Gas-Brennwertgeräte austauschen, ließen sich schnell ein Drittel CO2 einsparen, zu so geringen Kosten wie bei keiner anderen Maßnahme. Aber es geht sogar noch besser: Mit einer innovativen Brennstoffzelle ist noch mehr Einsparung drin, wer auf BIO-ERDGAS oder Power-to-Gas setzt, heizt sogar klimaneutral.

Nicht nur die Umrüstung, auch der Betrieb von gasbasierten Heizungsanlagen ist kostengünstig und klimafreundlich. Der Gaspreis ist seit Jahren relativ stabil, der Strompreis hingegen ist in den letzten zehn Jahren um rund 50 Prozent gestiegen! Das trifft all jene, die teure, strombasierte Heizungen wie etwa Wärmepumpen eingebaut haben. Und trotzdem protegiert die Politik strombasierte Systeme. Wenn aber die Energiewende nur etwas für Besserverdiener ist, kann sie nicht gelingen. Erdgas-Lösungen stehen für einen sozialverträglichen Klimaschutz, den sich alle leisten können und der wirkt. Darauf müssen wir nicht warten. Damit können wir heute anfangen.

So heizen wir in Zukunft; Quelle: Ole Häntzschel
So heizen wir in Zukunft; Quelle: Ole Häntzschel

Wie spart der Schwabe? Der Schwabe spart mit ERDGAS.


Auch mit ERDGAS heißt es: Energiesparen ist immer noch der beste Klimaschutz. Vorgemacht hat es die bayerische Justiz im schwäbischen Städtchen Günzburg. Ihr neues Amtsgericht hat sie als Passivhaus konzipiert und mit einer hochgradig energieeffizienten Erdgas-Wärmepumpe ausgestattet. Eröffnet wurde das Gebäude im April 2016.

Die Pumpe kann sowohl Wärme als auch Kälte produzieren. So kann man das Gebäude sowohl im Winter heizen als auch im Sommer kühlen. Die Motorabwärme geht in jedem Falle im System nicht einfach verloren, sondern wird zum Heizen oder zur Warmwasserbereitung genutzt.

Das Beste daran: Mit dieser Pumpe werden rund 30 Prozent Energie eingespart und die CO2-Emissionen deutlich reduziert. Außerdem ist die Pumpe äußerst robust: Selbst bei -16°C kommt sie nicht an ihre Grenzen, sondern bringt auch dann das Amtsgericht auf angenehme 20°C Raumtemperatur.

Soviel Nachhaltigkeit hat das schwäbische Bauamt Krumbach überzeugt. Deshalb setzte es von Anfang an auf ERDGAS als optimalen Energieträger. Nicht zuletzt, weil auch der Preis stimmt. Die Bezugskosten von ERDGAS liegen unter denen von Strom, auch pro erzeugter Einheit Energie spielt ERDGAS seine Kostenvorteile aus.

Das Projekt zeigt: Mit neuer Erdgastechnologie lässt sich zu geringen Kosten ein großer Klimaeffekt erzielen. Das freut die Umwelt – und den Schwaben.


Frieren für den Klimaschutz? Besser klimaschonend heizen.


Um wirklichen Klimaschutz zu betreiben, müssen wir im Wärmesektor besser werden. Problematisch sind nicht so sehr die jährlich rund 100.000 Neubauten, sondern der deutsche Bestand mit knapp 40 Millionen Wohneinheiten. Der Hebel, um die Emissionen zu senken, steht in den bereits existierenden Häusern im Heizungskeller. Drei von vier Heizungen entsprechen nicht mehr dem Stand der Technik und müssten dringend ausgetauscht werden. Die deutsche Politik propagiert Technologieoffenheit, setzt sich aber nicht konsequent für diese ein. Durch ihre Gesetzgebung schafft sie einen Investitionsstau.

Ersetzen Hausbesitzer ihre alten Ölkessel durch ein modernes Gas-Brennwertgerät, sparen sie sofort die Hälfte der CO2-Emissionen. Das ist jedoch erst der Anfang. Sie können sogar noch mehr Treibhausgase einsparen, wenn neue Erdgas-Technologien zum Einsatz kommen: Strom erzeugende Heizungen und Gaswärmepumpen oder Brennstoffzellen für Einfamilienhäuser. All das ist heute schon verfügbar.

Soll die Energiewende gelingen, muss der Sanierungsstau im Keller aufgelöst werden. Doch hierfür fehlen finanzielle Anreize und Technologieoffenheit. Um CO2-Emissionen zu senken, fordert Zukunft ERDGAS eine effektive und bedarfsorientierte Förderpolitik: die steuerliche Abschreibung von Sanierungsmaßnahmen, mutigere Förderung zukunftsweisender Technologien wie der Brennstoffzelle. Energieeffizienz und die Installation neuer, effizienter Heizungsanlagen auf Erdgas-Basis müssen sich für Hausbesitzer lohnen.

Heizungsmodernisierung: Öl zieht auf, effiziente Gas-Brennwerttechnik kombiniert mit Solarthermie zieht ein