Gefährdungsbeurteilungen nach BetrSichV und Explosionsschutzdokument nach GefStoffV

Für Unternehmen und Betreiber überwachungsbedürftiger Anlagen, zu denen auch CNG-Gasfüllanlagen gehören, ist die BetrSichV vom 01.06.2015 eine maßgebliche rechtliche Grundlage für die Wahrnehmung der Arbeitgeberverantwortung. Nach einem Jahr praktischer Erfahrung hat der Gesetzgeber die Betriebssicherheitsverordnung vom 01.06.2015 zum 15.11.2016 überarbeitet und Änderungen vorgenommen. Die Bundesregierung hatte hierzu am 17.08.2016 die "Verordnung zur Umsetzung der Richtlinie 2014/27/EU und zur Änderung von Arbeitsschutzverordnungen" beschlossen. Am 18.11.2016 sind die Änderungen in Kraft getreten.

In der Neufassung der BetrSichV wird die Gefährdungsbeurteilung (GBU) deutlich in den Vordergrund gerückt und als zentrales Element des Arbeits- und Gesundheitsschutzes betrachtet. Die Anforderungen zur GBU für Arbeitsmittel und überwachungsbedürftige Anlagen, welche ebenfalls Arbeitsmittel darstellen, sind deutlich erweitert worden und in § 3 bis § 14 aufgeführt. 

Die wesentlichen Aspekte sind: 

  • Keine Anlage und kein Arbeitsmittel dürfen ohne GBU zur Verfügung gestellt oder verwendet werden.
  • Die GBU muss vor der erstmaligen Nutzung erstellt und dokumentiert werden.
  • Die Erstellung und Dokumentation der GBU muss durch fachkundige Personen erfolgen.
  • Eine regelmäßige Überprüfung und ggf. Aktualisierung der GBU ist erforderlich, inkl. der nachweislich aktenkundigen Dokumentation der Überprüfung.

In diesem Zusammenhang muss mit Inkrafttreten der neuen BetrSichV die bestehende GBU für die CNG-Gasfüllanlage aktualisiert und überprüft werden (§ 3 Absatz 7 der BetrSichV 2016).

Mit Einführung der neuen BetrSichV wurde unter anderem auch das bisher im § 6 der BetrSichV 2002 aufgeführte Explosionsschutzdokument als Bestandteil der GBU herausgenommen und in die GefStoffV 2015 übernommen (§ 6 Absatz 9 der GefStoffV). Mit der Überarbeitung des Explosionsschutzdokumentes sind dann die im Anhang 1 Nummer 1 der GefStoffV aufgeführten Anforderungen zum Schutz vor Brand- und Explosionsgefährdungen zu berücksichtigen.

Weiterhin ist gegenüber der BetrSichV 2002 der Bestandschutz der überwachungsbedürftigen Anlagen entfallen. Somit besteht die Pflicht des Arbeitgebers und Verwenders einer überwachungsbedürftigen Anlage, den Stand der Technik ohne gesonderte Aufforderung durch die Behörde zu realisieren. Dafür ist erforderlich, im Rahmen einer GBU die notwendigen technischen und organisatorischen Schutzmaßnahmen zu ermitteln und deren Eignung festzustellen. 

Gerne unterstützen wir Sie bei der Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung und bieten folgende Dienstleistungen an

a) Gefährdungsbeurteilung nach BetrSichV

  • Sichtung der vorhandenen Betreiberdokumente
  • Standortbegehung mit Erfassung der örtlichen Gegebenheiten
  • Ermittlung der Gefährdungen und Risikobewertung, die bei der Verwendung der Arbeitsmittel auftreten
  • Festlegung der organisatorischen und technischen Schutzmaßnahmen und daraus ergebende Gefahrenminderung
  • Prüfung hinsichtlich Einhaltung der Regelwerke und ggf. Bewertung vorhandener Abweichungen
  • Festlegung von Art und Umfang erforderlicher Prüfungen der Arbeitsmittel und Fristen wiederkehrender Prüfungen, Voraussetzungen an die prüfenden Personen

b) Explosionsschutz-Dokument nach GefStoffV

Wir freuen uns auf Ihre Anfrage. Gerne erstellen wir Ihnen ein individuelles Angebot. Ihr Ansprechpartner ist Feraidoon Salehi, Leiter Tankstellenbau.

 

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Feraidoon Salehi
Leiter Tankstellenbau

Tel: 030 4606015-88

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