Schnell, flexibel und dezentral – als Partner der Erneuerbaren

Die Energiewende ist beschlossen und der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung in Deutschland in den letzten Jahren deutlich angestiegen. Bereits mehr als 25 Prozent des jährlich verbrauchten Bruttostroms stammt aus regenerativen Quellen – und der Anteil der Erneuerbaren soll weiter ansteigen, bis 2020 auf 35 Prozent. Dabei müssen drei Dinge sichergestellt sein: Versorgungssicherheit, Effizienz und Preisstabilität. Konventionelle Energie-träger wie ERDGAS sind hierfür in den kommenden Jahrzehnten unumgänglich – als Ergänzung zu Wind, Sonne, Biomasse und Wasserkraft, zur Kompensation des Atomausstieg bis 2022 und zur Sicherstellung der Energieversorgung. Besonders geeignet ist ERDGAS, weil es klimaschonend, flexibel und dezentral einsetzbar ist.

Moderne Gaskraftwerke zur Stromerzeugung

Gaskraftwerke zählen zu den effizientesten Kraftwerken und weisen beispielsweise gegenüber Kohle eine bessere CO2-Bilanz sowie einen höheren Wirkungsgrad auf. So können beispielsweise Gas- und Dampfkraftwerke (GuD) innerhalb kürzester Zeit hoch- und runter geregelt werden und sind im Gegensatz zu Kohlekraftwerken eine optimale Ergänzung, um bei Bedarf Laständerungen bzw. Engpässe kurzfristig auszugleichen. Durch den Einsatz hochflexibler Gaskraftwerke kann die volatile Einspeisung von Erneuerbaren Energien ins Stromnetz ausgeglichen und Versorgungssicherheit gewährleistet werden.

Kombinierte Wärme- und Stromerzeugung

An Bedeutung gewinnen effiziente Gaskraftwerke – BHKW, Gasturbinen oder GuD-Kraftwerke – durch die Möglichkeit der kombinierten Wärme- und Stromerzeugung. Möglich macht das die bewährte Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Die erzeugte Wärme wird zur Nah- und Fernwärmeversorgung eingesetzt, der produzierte Strom ins Stromnetz eingespeist. Gaskraftwerke mit Kraft-Wärme-Kopplung können durch die gekoppelte Strom- und Wärmeproduktion je nach Leistungsklasse Gesamtwirkungsgrade von bis zu 90 Prozent erzielen.

Da der Strom dezentral erzeugt und gleichzeitig dabei effizient Wärme bereitgestellt wird, lassen sich Ressourcen einsparen und CO2-Emissionen reduzieren Ein weiterer Effekt: Die dezentrale Erzeugung mindert den Ausbaubedarf der Übertragungsnetze. KWK ist als Effizienztechnologie anerkannt und die KWK-Quote an der Stromerzeugung in Deutschland soll bis zum Jahr 2020 auf 25 Prozent steigen.

Strom erzeugende Heizung und Brennstoffzellen-Heizgeräte

Strom erzeugende Heizungen und Brennstoffzellen erzeugen aus ERDGAS und BIO-ERDGAS dezentral sowohl Strom als auch Wärme für Heizung und Warmwasser in Ein- und Zweifamilienhäuser. Der Vorteil: Durch die zusätzliche Nutzung der Abwärme wird ein Wirkungsgrad von bis zu 90 Prozent erreicht. Weitere Perspektiven bieten „virtuelle Kraftwerke“: Einige Tausend dieser Mikro-KWK-Anlagen werden zusammengeschaltet und stellen so bei Engpässen Ausgleichsenergie zur Verfügung und können so zur Netz-Stabilisierung beitragen.

Erfahren Sie mehr Strom erzeugende Heizung (Mikro-KWK)


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Dr. Norbert Azuma-Dicke
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