Brennstoffzellen im Wärmemarkt

Viessmann Brennstoffzelle – KfW Förderung

Aus ERDGAS einfach Wasserstoff erzeugen


Die Brennstoffzellen-Heizung erzeugt sowohl Wärme als auch Strom. Und das in den eigenen vier Wänden. Sie ist nicht größer als ein Kühlschrank und und hat die geringsten Betriebskosten aller Heizsysteme.

Neues Förderprogramm für Brennstoffzellen-Heizungen

Um den Marktzugang für Brennstoffzellengeräte auch finanziell zu erleichtern, hat das BMWi zum 1. August 2016 den letzten Teil des Anreizprogramms Energieeffizienz (APEE) gestartet, das den Einbau von Brennstoffzellen-Heizungen mit einer Leistung von 0,25 bis 5 Kilowatt in Wohngebäuden bezuschusst. Damit wird der Einbau nun auch für viele Eigenheimbesitzer finanziell attraktiv. Gefördert wird sowohl bei einem Neubau als auch bei einer energetischen Sanierung. Die Finanzspritze erfolgt als Zuschuss mit einem Grundbetrag von 5.700 Euro und einem leistungsabhängigen Betrag von 450 Euro je angefangene 100 Watt elektrische Leistung. Damit summieren sich die Zuschüsse auf 9.000 bis 12.500 Euro. Die Förderung ist außerdem bis Ende 2017 mit der Einspeisevergütung des alten KWK-G kumulierbar, indem sich Betreiber den Betrag zu Beginn auszahlen lassen.

Beste Chancen auf dem Wärmemarkt

Das wird Auswirkungen auf den Wärmemarkt haben: Im März 2016 haben wir eine Prognose zur Entwicklung des Absatzes von Brennstoffzellen erstellt. In enger Kooperation mit Gaswirtschaft, Geräteindustrie, Instituten und Verbänden wurden Szenarien für den Wärmemarkt der Zukunft erarbeitet. Angesichts der Förderung wird sich danach der Absatz der Brennstoffzelle erhöhen. Bis 2020 wird mit etwa 55.000 installierten Geräten gerechnet. Damit eröffnet die Brennstoffzelle dem schlafenden Riesen Wärmemarkt einen großen Schritt in Richtung Effizienz und Klimaschutz.

Praktische Technik

Eine BrennstoffzellenHeizung benötigt nur einen Erdgasanschluss und hat eine Aufstellfläche von einem halben Quadratmeter. Aus dem ERDGAS wird Wasserstoff gewonnen, der sich in der Brennstoffzelle mit Sauerstoff zu Wasser verbindet, dabei entstehen Strom und Heizwärme. Natürlich lässt sich die Heizung auch mit Biomethan betreiben und wird damit besonders klimafreundlich. Sollte an besonders kalten Tagen mehr Wärme benötigt werden, dann verfügen einige Modelle über ein integriertes Gas-Brennwertgerät, welches im Bedarfsfall zusätzliche Leistung bereitstellt. Umgekehrt kann Strom, der gerade nicht im Haus benötigt wird, ins öffentliche Netz eingespeist werden und wird vergütet. Das ist Hightech über den Heizungskeller hinaus.

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Michael Schaarschmidt
Leiter Produktmanagement

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