Bezahlbare und technologieoffene Lösungen

Die Energiewende ist nur dann zu schaffen, wenn sie einen breiten Konsens in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft erreicht. Einen entscheidenden Faktor spielen hierbei aber vor allem die Verbraucher, da sie es sind, die letztendlich die Energiewende maßgeblich bezahlen – beispielsweise werden schon jetzt die Kosten des Ausbaus der Erneuerbaren auf die Stromverbraucher umgelegt. Auch in anderen Bereichen – insbesondere Energieeffizienz, Energieeinsparung und CO2-Reduzierung – werden die Verbraucher zur Kasse gebeten. Aus diesem Grund ist es unvermeidlich, dass mit der Energiewende vor allem bezahlbare und technologieoffene Lösungen einhergehen.

Ein falscher Weg wäre es, insbesondere Lösungen mit hohen CO2-Vermeidungskosten – beispielsweise für Wärmedämmung – vorrangig zu behandeln, die es schwierig bis unmöglich machen, die Energiewende sozialverträglich auszugestalten.

Es sollten vorrangig sozialverträgliche Lösungen im Vordergrund stehen. Denn nur, wenn realistische und schnell umsetzbare Lösungen wirtschaftlich tragbar und bezahlbar sind, können sie von allen gemeinsam umgesetzt werden. Hierzu müssen durch die Wirtschaft entsprechend technische Lösungen geschaffen und angeboten sowie gleichzeitig aktivierende Anreize durch die Bundesregierung – wie technologieoffene Förderung, Abschreibungsmöglichkeiten sowie eine Mietrechtsreform – politisch verankern werden.

ERDGAS bietet sozialverträgliche Lösungen

  • Integration und ergänzende Nutzung des Erdgasnetzes im Rahmen des geplanten Stromnetzausbaus. Dadurch können die Investitionen sowie die Umschläge auf die Verbraucherpreise möglichst gering gehalten werden.

  • Gleichberechtigung von BIO-ERDGAS als erneuerbare Energie: BIO-ERDGAS steht bereits heute ohne kostenintensive Investitionen für den Verbraucher bereit. Jedoch fehlt es zurzeit an entsprechenden politischen Rahmenbedingungen.

  • Eine Energieeinsparung z. B. durch neue Gerätetechnik findet beispielsweise gegenüber Dämmung eher Akzeptanz, weil nicht nur CO2, sondern auch schnell Geld gespart wird – so ließe sich der Modernisierungsstau im Bereich der energetischen Gebäudesanierung schneller (Potenzial: laut Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik sind 75 Prozent der rund 20,2 Mio. Heizungsanlagen nicht auf dem neuesten Stand der Technik) und sozialer (Investition Brennwertheizung etwa 7.100 €) lösen:
    Erdgas-Heizkessel sind in der Anschaffung günstiger und arbeiten in der Regel schadstoffärmer als andere vergleichbare Systeme. Moderne Brennwertgeräte nutzen zudem die bei der Verbrennung anfallende Wärme im Abgas und wandeln sie in Heizenergie um. Daher kommen sie mit weniger Energie aus als eine veraltete Heizung. Erdgas-Brennwerttechnik bietet somit eine schnelle und bezahlbare CO2-Reduktion und eine deutliche Steigerung der Energieeffizienz im Wärmemarkt. Zusätzlich eröffnet sie den Weg für hocheffiziente Gas-Plus-Technologien, die eine sofortige Einbindung erneuerbarer Energien – Kombination mit Solarthermie, nachrüstlose Nutzung von BIO-ERDGAS, Gaswärmepumpen – oder die gleichzeitige Wärme- und Stromproduktion durch Einsatz Strom erzeugender Heizungen oder Brennstoffzellen-Heizgeräte ermöglichen.

  • Die Kombination aus Erdgas-Brennwert- und Solartechnik ist einfach und kostengünstig zu installieren, bietet variable Anpassungsmöglichkeiten für den individuellen Bedarf, erfüllt das EEWärmeG, das einen Anteil an erneuerbarer Energien zum Heizen und zur Warmwasserbereitung vorschreibt, und spart bis zu 60 Prozent der Energie zur Warmwasserbereitung eines 4-Personen-Haushaltes ein.

  • Sozial verträglich bedeutet aber auch Technologie-Akzeptanz: Der geplante Stromnetzausbau stößt bei Teilen der Bevölkerung auf Widerstand, wohingegen das Erdgasnetz bereits vorhanden ist, unterirdisch verläuft und niemanden stört. Das gilt auch für Erdgasspeicher.


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