Koalitionsvereinbarung der schwarz-roten Koalition von 2013

Mit der Koalitionsvereinbarung zwischen den Partnern CDU/CSU und SPD im Jahr 2013 wurden einige Ziele des Energiekonzepts von 2010 geschärft und auch neue Aspekte adressiert.

Ausbauziele der erneuerbaren Energien

Unter anderem wurde der Korridor des Ausbaus der Erneuerbaren deutlich ehrgeiziger gestaltet. Die Anteile der Erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung sollen demnach

  • bis 2025 auf 35 bis 40 Prozent
  • bis 2035 auf 55 bis 60 Prozent

steigen, jeweils gegenüber dem Stand von 2008. Dabei soll unter dem Eindruck der stetig steigenden Förderkosten der Fortgang des Ausbaus in Hinblick auf Zielerreichung, Netzausbau und Bezahlbarkeit stetig überprüft werden. Auch die der Ausbau der Erneuerbaren in den Bundesländern soll enger mit den Bundesausbauzielen synchronisiert werden.

Erarbeitung eines Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz

Die Bundesregierung plant, Ziele, Instrumente, Finanzierung und die Verantwortung einzelner für jeden Bereich in einem nationalen Aktionsplan zusammenzufassen. Dies gilt für Gebäude, Industrie, Gewerbe und Haushalte und umfasst dabei die Energieträger Strom, Wärme und Kälte. Der erste Aktionsplan soll noch 2014 erarbeitet und von der Bundesregierung beschlossen werden.

Die Bundesregierung hat dabei erkannt, dass dem Wärmemarkt eine ganz besondere Bedeutung zukommt. Es ist das erklärte Ziel der Koalition, bis zum Jahr 2050 einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand in der Bundesrepublik zu haben. Um dieses Ziel zu erreichen, plant die Bundesregierung, einen Sanierungsfahrplan für den Gebäudebereich zu entwickeln.

Sowohl die Sanierungsfahrpläne, als auch der Nationale Aktionsplan Energieeffizienz wird federführend vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie erarbeitet.

Für diese und andere Herausforderungen bietet der Energieträger ERDGAS vielfältige Möglichkeiten und Lösungsansätze. Zukunft ERDGAS hat in diesem Zusammenhang Anfang 2014 die Studie "Sanierungsfahrpläne für den Wärmemarkt" veröffentlicht, die die Frage "Wie können sich private Hauseigentümer die Energiewende leisten?" in den Mittelpunkt stellt und beantwortet.

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Dr. Norbert Azuma-Dicke
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