Wärmemarkt 2050

Bis 2050 sollen die in der Bundesrepublik verursachten CO2-Emissionen um mindestens 80 Prozent gegenüber dem Referenzjahr 1990 reduziert werden. Im Klimaschutzplan hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bauen und Reaktorsicherheit die Meilensteine für 2030 zusammengefasst: Demnach dürfen im Gebäudesektor maximal 72 Tonnen CO2-Aäquivalente emittiert werden. Der Gebäudesektor ist bereits auf einem guten Weg.

Status quo des Heizungsbestandes

Deutschland heizt mit bewährten Energien: Rund die Hälfte der Haushalte nutzt ERDGAS, um den eigenen Wärmebedarf zu decken. Ein weiteres starkes Segment ist mit 24 Prozent Heizöl. Fernwärme errreicht aktuell einen Anteil von 13,6 Prozent. Strombasierte Systeme und Holzpellets-Anlagen machen einen geringen Anteil am Markt aus.

Die Methodik der Studie Wärmemarkt 2050

Mit der Studie Wärmemarkt 2050 treffen wir Aussagen, wie sich der CO2-Ausstoß des gesamten Gebäudebestands weiter reduzieren lässt. Grundlage für die Berechnungen innerhalb der Studie bilden gebäudeindividuelle Sanierungsfahrpläne, die den Zustand des jeweiligen Gebäudetyps und die finanziellen Möglichkeiten der Eigentümer respektieren. Für die Berechnung der gebäudeindividuellen Sanierungsfahrpläne dienen drei Faktoren: der Gebäudebestand, die finanziellen Möglichkeiten der Eigentümer und ein Instrumentarium zu verschiedenen Sanierungsoptionen.

Das Berechnungsmodell geht von einem Ausscheiden von Heizöl als Energieträger ab dem Jahr 2030 aus. Ölbasierte Systeme werden durch CO2-ärmere Heiztechniken ersetzt. Die regenerativen Anteile an der Gasversorgung steigen kontinuierlich an. Daher berücksichtigt die Studie den Einsatz von erneuerbarem ERDGAS.

Die Studie Wärmemarkt 2050 stellt ein realistisches Szenario für die Entwicklung des deutschen Wärmemarkts auf. Die zentralen Ergebnisse sind vielversprechend.

81 Prozent CO2-Einsparung sind möglich

Der Gebäudebestand kann das Klimaziel ohne Systembrüche erreichen. In Bezug auf das Referenzjahr 1990 kommt die Studie auf eine CO2-Einsparung von 81 Prozent. Heiztechnologien auf Gasbasis behaupten weiterhin ihre Stellung im Wärmemarkt. Durch hocheffiziente Technologien und den  steigenden regenerativen Anteil trägt ERDGAS auch im Jahr 2050 zu einer nachhaltigen und klimaeffizienten Beheizung Deutschlands bei. Eine Elektrifizierung des Wärmemarktes findet nicht statt, denn für Immobilienbesitzer ist es häufig günstiger, statt Strom effizientere Systeme auf Basis des bisher genutzten Energieträgers zu wählen.

Die Erreichung der Klimaziele der Bundesregierung ist mit bereits heute verfügbaren Technologien und den aktuellen staatlichen Förderungen möglich. Zudem kann der Wohnungsbestand sozialverträglich klimafreundlich gemacht werden.


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